
Die King Albert I Memorial Foundation hat am 11. September 2004 in der Kirche Santa Maria von Pontresina den goldenen King Albert Mountain Award dem Schweizerischen Alpinen Museum überreicht, und zwar für sein Wirken als einzigartiges Zentrum für Kultur und Natur des alpinen Lebensraumes, das einem breiten Publikum die Faszination und Bedeutung der Bergwelt näher bringe. Mit der ganzheitlichen Sammlungs-, Bildungs- und Vermittlungstätigkeit zum Thema Berge rage das Museum in Bern hervor wie das Finsteraarhorn aus den Berner Alpen, heisst es in der Urkunde der King Albert I Memorial Foundation.
Die Stiftung zu Ehren des belgischen Königs Albert I, der 1934 beim Klettern abgestürzt ist, hat weitere vier King Albert Mountain Awards verliehen: an Professor Peter Rieder von der ETH Zürich für seine national und international anerkannten Studien über die Bergbevölkerung, ihrer Landwirtschaft und ihren ökonomischen Problemen in einer rasch sich wandelnden Welt und Umwelt; an Professor Lawrence Hamilton von Vermont (USA) für seinen unermüdlichen Einsatz zur Schaffung von Schutzgebieten und zum Aufbau von aktiven Netzwerken von Wissenschaftern und Park-Managern, die sich für Erhaltung und Entwicklung in den Bergen der Welt verantwortlich fühlen; an den Verleger Michel Guérin von Chamonix für seinen mit Engagement, Enthusiamus und erlesener Sorgfalt geführten Einsatz für das alpine Schrifttum, wodurch die Editions Guérin seit 1995 in mehr als 50 Titeln brillieren; und schliesslich an den Engländer Stephen Venables für seine herausragenden literarischen Verdienste im Zusammenhang mit dem Bergsport und für seine alpinistischen Leistungen, die in der ohne künstlichen Sauerstoff erfolgten Erstdurchsteigung der riesigen Kangshung-Flanke des Mount Everest im Jahre 1988 gipfeln.
Die King Albert I Memorial Foundation ist eine in Zürich eingetragene Stiftung, die Walter Amstutz 1993 zu Ehren des belgischen Königs Albert I (1875-1934) gegründet hat, der ein grosser Alpinist und vor allem Kletterer war. Das Anliegen der Stiftung ist die Auszeichnung von Personen oder Institutionen, die sich durch ihre Leistungen in irgendeinem Bereich, der mit den Bergen der Welt in Zusammenhang steht, herausragende und dauernde Verdienste erworben haben.
Im Jahre 2002, dem Internationalen Jahr der Berge, hat die Stiftung den King Albert Mountain Award fünf Persönlichkeiten und Organisationen überreicht, die sich durch ihre ausserordentlichen Verdienste für Schutz und Entwicklung in den Alpen und in den Bergen der Welt ausgezeichnet haben. Im Jahre 2000 wurden die fünf Photographen Jürgen Winkler, Deutschland, Shiro Shirahata, Japan, Walter Niedermayr, Italien, Didier Ruef, Schweiz, und Simon Carter, Australien, ausgezeichnet. In früheren Award Ceremonies wurden Lord Hunt, Grossbritannien, Wanda Rutkiewicz, Polen, aus den USA Dr. Bradford Washburn und Dr. Charles Houston, und aus der Schweiz Professor Augusto Gansser, Silvia Metzeltin Buscaini und Erhard Loretan geehrt. Weitere Verdienstmedaillen gingen an Elisabeth Hawley, Kathmandu, Pit Schubert, Deutschland, an das Team der Fernseh-Dokumentations-Reihe "Land der Berge" des Österreichischen Rundfunks ORF sowie an die gemeinnützige belgische Organisation Intersoc, die seit 1949 unzähligen Kindern und Erwachsenen aus Belgien einen Aufenthalt in den Alpen ermöglicht hat.

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