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Kurt Albert

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Biographie
Geboren am 18. Januar 1954 im Frankenjura (D).

Kurt Albert hat Lehramt studiert, war Mathematik- und Physiklehrer. Er hat 1986 nach eigener Aussage „den Lehrberuf an den Nagel gehängt“ und ist seither professioneller Bergsteiger und Kletterer
.

Umwelt Wirtschaft Kultur. Beck'sche Reihe 1205, München 1997. Eine aktualisierte Version in der Form eines Nachschlagewerks.

Kurt Albert gilt als Erneuerer des Klettersports. Dieser hatte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend in Richtung des technischen Kletterns entwickelt, d.h. dass schwierige Kletterrouten mit Hilfe von Haken und Trittleitern begangen wurden. Dies ermöglichte zwar die Bezwingung selbst griffloser und stark überhängender Wände, führte aber insofern in eine Sackgasse, als sportlich eine Steigerung kaum mehr möglich war.

Gegenpol zum „technischen“ Klettern ist das „freie“ Klettern. Dieses hat es immer gegeben, auch zu der Zeit, als das Klettern mit technischen Hilfsmitteln  die Aufmerksamkeit von Kletterern und Medien auf sich zog. Insbesondere im Elbsandsteingebirge, einem Gebiet in der ehemaligen DDR, hatte sich eine Klettertradition bewahrt, die, zum Schutz der Felsen, gänzlich auf technische Hilfsmittel verzichtete.

Beeindruckt von der dortigen Kletterethik begann Kurt Albert damit, vorerst im heimischen Frankenjura schwierige Routen frei zu klettern, d.h. für die Fortbewegung lediglich die natürlichen Strukturen des Fels, hingegen keine technische Hilfsmittel, insbesondere Felshaken zu verwenden. Ausserdem sollte eine Route im Vorstieg (d.h. als Seilerster) und ohne Ausruhen an technischen Fixpunkten bewältigt werden. So begangene Routen markierten Kurt Albert und gleichgesinnte Freunde am Einstieg mit einem roten Punkt. Dies wurde allerdings durchaus auch kontrovers beurteilt, was aber gerade dazu führte, dass der Begriff „Rotpunkt“ in der Kletterszene seit Mitte der 1970er Jahre weltweit bekannt wurde.


Die damals propagierten, eher starren „Rotpunkt-Regeln“ mögen heute an Aktualität eingebüsst haben. Was hingegen geblieben ist, ist das Prinzip, beim Klettern für die Fortbewegung nur natürliche Griffe und Tritte zu benützen, Haken und andere technische Hilfsmittel hingegen ausschliesslich zur Sicherung einzusetzen. Dieses „sportliche“ Klettern brachte eine ungeahnte Steigerung des Kletterniveaus. Die bis anhin gültige Schwierigkeitsskala, die mit dem VI. Grad als Höchstschwierigkeit abschloss, wurde nach oben erweitert; heute hat man den XI. Grad erreicht. Da gleichzeitig die Sicherungstechnik stark verbessert wurde, ist der Klettersport nicht gefährlicher, sondern im Gegenteil sicherer geworden. Die Kombination von sportlichem Anreiz bei gleichzeitig hinreichender Sicherheit hat dazu geführt, dass das Klettern sich zu einem Breitensport entwickelt.

Als „Erfinder“ des Rotpunktes stand Kurt Albert nicht nur am Anfang dieser Entwicklung, sondern er war auch selbst während Jahrzehnten einer der weltbesten Freikletterer. Er hat auf der ganzen Welt schwierigste, z.T. auch lange und exponierte Kletterrouten eröffnet, so etwa in Nordamerika, Patagonien, Antarktica, im Karakorum, auf Baffin Island, etc. Das Prinzip, eine Route aus eigener Kraft zu schaffen, überträgt er, soweit möglich, auch auf die Hin- und Rückreise zu seinen Kletterzielen. So hat er etwa die Reise von Südamerika nach Antarktica mit einem selbst gesteuerten Segelboot unternommen.

1985 erhielt Kurt Albert die höchste Sportauszeichnung der BRD, das „Silberne Lorbeerblatt“.

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Adresse:
www.kurt-albert.de